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Abstract
Die Thrombose der V. cava superior (VCS) ist eine seltene Erkrankung und heutzutage zumeist mit einer diagnostischen oder therapeutischen Venenkatheterisierung assoziiert. Bei scheinbar spontan entstandenen Thrombosen sollte eine maligne Genese differentialdiagnostisch in Betracht gezogen werden.
Es wird der Fall einer symptomatischen Jugularis-interna-, Subklavia- und Cava-superior-Thrombose dargestellt. Bei dem 54-jährigen Patienten wurde in der nachfolgenden Umfelddiagnostik ein asymptomatischer linksseitiger Nierentumor festgestellt und die Tumornephrektomie eines Nierenzellkarzinoms (NZK) durchgeführt. Die Hyperkoagulabilität des Blutes als paraneoplastisches Syndrom wurde als mögliche Ursache der ausgedehnten Thrombosierung angesehen und diskutiert. Bei Patienten mit VCS-Thrombose sollte die Diagnostik nicht nur die Kopf- und Halsregion sondern auch das Abdomen, Retroperitoneum und das Becken miteinbeziehen. Eine Literaturübersicht zu diesem seltenen Fall ist erfolgt.





