Content area
Abstract
Südtirol, das größte zusammenhängende Obstbaugebiet Europas, produziert rund eine Million Tonnen Äpfel pro Jahr. Jeder zehnte Apfel der EU-28 wird in Südtirol produziert, 55 % der Wertschöpfung der Landwirtschaft Südtirols ist auf den Apfelanbau zurückzuführen, und der Apfel ist das wichtigste Exportprodukt Südtirols. Der Erfolg des Apfelanbaus beruht auf mehreren Säulen, darunter die landwirtschaftliche und obstbauliche Aus- und Weiterbildung, die in dieser Arbeit eingehend analysiert wird.
Im Jahr 1874 wird das ‘Istituto Agrario e Stazione Sperimentale’ als Gesamt-Tiroler Lehr- und Versuchsanstalt in St. Michael an der Etsch eröffnet. Die erste Fachschule für Landwirtschaft Südtirols wurde 1909 in Sterzing gegründet (später nach Dietenheim bei Bruneck verlegt), aber mit dem Ersten Weltkrieg bricht die deutschsprachige landwirtschaftliche Ausbildung in Südtirol zusammen und kann erst wieder nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut werden. Die Fachschule in Dietenheim bei Bruneck wird weitergeführt, 1952 die heutige Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg, 1962 die heutige Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg und 1978 die heutige Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern gegründet. Steigende Schülerzahlen belegen den Erfolg dieser Ausbildung. 1980 wurde schließlich die Landwirtschaftliche Oberschule in Auer bei Bozen gegründet und im Jahre 1999 ein Bachelor-Studiengang in Agrartechnik und Agrarwirtschaft an der Freien Universität Bozen gestartet. Heute umfasst die landwirtschaftliche Ausbildung Südtirols das gesamte schulische Spektrum – von der Fachschule bis zum universitären Doktoratsstudium.





