Content area
Full text
Abstract
(Yukaghir-Tungusic loanword relations). The following article deals with the Tungus-Yukaghir lexical relations. For this the Tungus materials from S.M. Sirokogorov's "Tungus Dictionary" (TD), which are possibly borrowed from Yukaghir languages and traced back to Yukaghir forms in G. Doerfer's "Etymologisch-ethnologisches Wörterbuch tungusischer Dialekte vornehmlich der Mandschurei" (EEW), which is based on the TD, are discussed.
Keywords: etymology, Tungusic, Yukaghir, loanwords, dictionary
Abkürzungen des Verfassers
Arm. = Armanisch; Engl. = Englisch; Ew. = Èwenkisch; Jak. = Jakutisch; Juk. = Jukagirisch; Lam. = Lamutisch; Lamun. = Lamunchinisch Mo. = Mongolisch; Nän. = Nänajisch; Neg. = Negidal; Nivch. = Nivchisch; Oroc. = Orocisch; Orok. = Orokisch; Ostj. = Ostjakisch; Sam. = Samojedisch; Sol. = Solonisch; Tung. = Tungusisch; Ud. = Udihe; Ul. = Ulca; Ural. = Uralisch.
Zwar sollte man annehmen, daß die Lexikographie - und damit hoffentlich einhergehend, die Lehnbeziehungen - der jukagirischen Sprachen inzwischen recht gut untersucht sind (immerhin sind seit den ersten Aufzeichnungen aus diesen Idiomen nun mehrere Jahrhunderte vergangen,1 und bereits im ausgehenden 19. Jh. wurde auch die Frage der Beziehungen der Jukagiren, beispielsweise zu ihren tungusischen und jakutischen Nachbarn thematisiert). Betrachten wir den Gegenstand jedoch etwas genauer, so erweist sich, wieviel hier noch der Erledigung harrt - und so soll der vorliegende kleine Beitrag bloß einen Hinweis auf diesen Mißstand am Beispiel der juk.-tung. Lehnbeziehungen (hier des möglichen juk. Lehnguts intung. Sprachen) liefern.
Die bis dahin ausführlichste Darstellungen zu den Jukagiren, lieferte im Jahre 1926 (einige Teillieferungen waren bereits seit 1911 erschienen) V.I. Iochelson mit seiner noch heute beeindruckenden Ethnographie "The Yukaghir and the Yukaghirized Tungus",2 in der die Sprachbeziehungen zwar mehrfach angesprochen, nicht aber ausführlicher behandelt wurden - obgleich Iochelson seinem Werk ein juk. Glossar beigegeben hatte. Betrachten wir nun die Behandlung der jukagirischen Sprachen unter dem Gesichtspunkt der Lehnforschung resp. der Etymologie in den nachfolgenden Jahrzehnten, so fällt auf, in welchem Mißverhältnis die Zahl der Arbeiten zu den Lehnbeziehungen zu der der Beiträge, in denen die angebliche Urverwandtschaft mit den ural. Sprachen - die sogenannte "uralo-jukagirische Frage"3 - behandelt wird, steht. Waren diese dann - eher ausnahmsweise - doch einmal Gegenstand von Untersuchungen, so standen (- von Ausnahmen, wie der Behandlung der russ.-juk. Lehnbeziehungen abgesehen - wie zu erwarten) die ural.-juk. Lehnbeziehungen im Vordergrund. Die Beziehungen zu den...





