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Abstract
Im Methodendiskurs kommt Mixed-Methods-Sampling bislang nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Es fehlen insbesondere Informationen zur konkreten Umsetzung und kritischen Reflexion von Sampling-Entscheidungen und -schritten in der Forschungspraxis, welche die Vorteile und Herausforderungen unterschiedlicher Herangehensweisen verdeutlichen. Der Beitrag zeigt anhand eines empirischen Beispiels auf, wie quantitative Sekundärdaten und -analysen (Sozio-oekonomisches Panel, Linked-Employer-Employee-Datensatz und Beschäftigtenhistorik) die empirisch informierte Bildung von Kontrastgruppen für qualitative Stichprobenpläne sowie einen Feldzugang zu diesen Kontrastgruppen unterstützen können. Des Weiteren wird dargestellt, wie ein ergänzendes theoretisches Sampling die empirisch begründete Konstruktion von Kontrastgruppen erweitern und auf den quantitativen Sekundärdaten aufbauen kann. Die Erörterung stützt sich auf ein Projekt, das die Analyse quantitativer Sekundärdaten im Rahmen eines sequentiellen Vertiefungsdesigns mit nachfolgenden Experteninterviews mit Personalverantwortlichen in Betrieben sowie narrativen Interviews mit Beschäftigten kombiniert. Inhaltlich beschäftigt es sich mit den Ursachen, Praxen und Folgen von Beschäftigungsverhältnissen, die sich durch eine unterbrochene Organisationsmitgliedschaft im selben Betrieb auszeichnen („Recalls“).





