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Abstract
Die Ruptur einer atherosklerotischen Plaque ist das Schlüsselereignis in der Pathogenese eines akuten Koronarsyndroms und eine häufige Komplikation bei Koronarinterventionen. Eine Plaqueruptur führt nicht zwangsläufig zum thrombotischen Gefäßverschluss mit nachfolgendem Myokardinfarkt. Bei kleineren Plaqueeinrissen kann atheromatöses und/oder thrombotisches Material in die Mikrozirkulation geschwemmt werden und hier eine Mikroembolisation verursachen. Charakteristische Folgen einer Mikroembolisation sind Arrhythmien, Mikroinfarkte und eine Einschränkung der Koronarreserve. In experimentellen Studien wurde ein kausaler Zusammenhang zwischen der kontraktilen Dysfunktion nach Mikroembolisation und einer inflammatorischen Reaktion des Myokards belegt. Eine antiinflammatorische Behandlung erscheint daher als ein viel versprechender Ansatz, um Patienten vor den Folgen einer koronaren Mikroembolisation zu schützen.





