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Abstract
Die 2008 aktualisierte WHO-Klassifikation der lymphatischen Neoplasien stellt einen weltweiten Konsensus über die Diagnose dieser Tumoren dar. Sie basiert auf einem multidisziplinären Ansatz zur Definition von eigenständigen Lymphomentitäten. Bekannte Lymphomkrankheiten wurden genauer definiert, neue Entitäten identifiziert sowie neue Konzepte und Erkenntnisse, die zu einem besseren Verständnis der malignen Lymphome beitragen, integriert. Eine Reihe von Fragen blieben allerdings ungelöst. Zu diesen gehörten insbesondere die Frage, welcher Grad genetischer oder molekularer Veränderungen für die Definition einer eigenständigen Lymphomentität notwendig ist und der Status der provisorischen Entitäten. In der Zeit nach der Veröffentlichung der WHO-Klassifikation von 2008 gab es eine Reihe neuer wissenschaftlicher Beobachtungen. Außerdem wurden neue Konzepte zum Verständnis der malignen Lymphome entwickelt. Dieser Fortschritt ist der Schwerpunkt nach folgender Übersicht, soweit er Einfluss auf die diagnostischen Kriterien hat.





