Lernziele
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kennen Sie wichtige vektorübertragene Krankheiten („vector-borne diseases“, VBD) im Kindesalter.
verstehen Sie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitung von VBD.
können Sie Präventionsmaßnahmen benennen.
Grundlagen
Vektorübertragene Krankheiten sind ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem
globales Gesundheitsproblem
. Sie machen etwa 17 % aller Infektionskrankheiten weltweit aus und verursachen jährlich etwa 700.000 Todesfälle [1]. Die Bandbreite von Vektoren umfasst Moskitos, Zecken, Läuse, Raubwanzen, Flöhe, Fliegen und Sandmücken. Zu den VBD gehören parasitäre Erkrankungen wie Malaria und Schistosomiasis, bakterielle Erkrankungen wie die Borreliose sowie virale Erkrankungen wie Dengue-Fieber oder Chikungunya [1]. Einen Überblick der wichtigsten VBD bietet Tab. 1.Tab. 1. Wichtigste vektorübertragene Erkrankungena. (Mod. nach World Health Organisation [1])
Vektor | Erkrankung | Art des Pathogens |
|---|
Moskitos |
– Aedes | Chikungunya | Viral |
Dengue-Fieber | Viral |
Lymphatische Filariasis | Parasitär |
Rifttalfieber | Viral |
Gelbfieber | Viral |
Zikavirusinfektion | Viral |
– Anopheles | Lymphatische Filariasis | Parasitär |
Malaria | Parasitär |
– Culex | Japanische Enzephalitis | Viral |
Lymphatische Filariasis | Parasitär |
West-Nil-Fieber | Viral |
Wasserschnecken | Schistosomiasis (Bilharziose) | Parasitär |
Kriebelmücke | Onchozerkose (Flussblindheit) | Parasitär |
Flöhe | Pest (mit Ratten als Zwischenglied der Übertragung) | Bakteriell |
Tungiasis | Parasitär |
Läuse | Fleckfieber | Bakteriell |
Sandmücken | Leishmaniose | Parasitär |
Sandmückenfieber (Phlebotomusfieber) | Viral |
Zecken | Krim-Kongo-Fieber | Viral |
Lyme-Borreliose | Bakteriell |
Rickettsiosen (u. a. Fleckfieber und Q‑Fieber) | Bakteriell |
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und verwandte Virusenzephalitiden („tick-borne encephalitis“) | Viral |
Raubwanzen | Chagas-Krankheit (Amerikanische Trypanosomiasis) | Parasitär |
Tsetsefliegen | Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis) | Parasitär |
aDie im vorliegenden Beitrag näher vorgestellten Erkrankungen sind fett ausgezeichnet
Die VBD betreffen unverhältnismäßig stark sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, hauptsächlich in tropischen und subtropischen Regionen, und gehen mit erheblichen Belastungen für die Gesundheitssysteme der betroffenen Regionen einher [2]. Wichtige Risikofaktoren für die Ausbreitung von VBD sind die Urbanisierung, hohe Bevölkerungsdichte, fehlender Zugang zu sanitären Einrichtungen und Trinkwasser, enges Zusammenleben mit Haustieren und Vieh sowie der erschwerte Zugang zu Gesundheits- und Bildungseinrichtungen [3, 4, 5, 6]. Migration
Migration
und die mit der Globalisierung einhergehenden Handels- und ReiseaktivitätenReiseaktivitäten
sind ebenfalls relevante Einflussfaktoren für die Epidemiologie der VBD [1]. Kinder haben eine höhere Exposition gegenüber VBD und sind signifikant häufiger von schweren Krankheitsverläufen betroffen [7].Von zunehmender Bedeutung für die Ausbreitung von VBD ist der Klimawandel
Klimawandel
. Eine große Metaanalyse aus dem Jahr 2022 kam zu dem Schluss, dass 58 % der infektiösen Erkrankungen weltweit durch klimatische Veränderungen aggraviert wurden. Die Autoren ordneten einen Großteil der Erkrankungen den VBD zu [8].Klimatische Veränderungen ermöglichen die geografische Ausbreitung von Vektoren. In Deutschland konnte 2007 zum ersten Mal die Asiatische Tigermücke
Asiatische Tigermücke
(Aedes albopictus) nachgewiesen werden; diese dient als Vektor für Dengue-Fieber und Chikungunya [9]. Die zunehmende Erwärmung und Überwinterungsmöglichkeit sind nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Zentraleuropa von Bedeutung. Sie verändern und verlängern die Saison der Stechmücken und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Exposition [8].Vor diesem Hintergrund erscheint der Begriff Tropenerkrankung bereits heute bei einigen der genannten Infektionen unangemessen, da autochthone Übertragungen
autochthone Übertragungen
der Erkrankungen in Europa berichtet wurden. Hierzu zählen z. B. der Ausbruch von Chikungunya 2007 in Oberitalien, des West-Nil-Fiebers 2019 in Deutschland oder über 50 Fälle des Dengue-Fiebers 2022 in Frankreich [10, 11].Auch in Deutschland verbreitete humanpathogene VBD nehmen durch den Klimawandel an Relevanz zu. So ermöglichen warme Winter das Überwintern von Zeckenarten, die heimisch sind (Ixodes ricinus
Ixodes ricinus
) und die Ausbreitung invasiver Gattungen (Hyalomma-SpeziesHyalomma-Spezies
; [12]).Somit ist zu erwarten, dass Krankheitsbilder, die bisher nur im Rahmen einer Reiseanamnese relevant waren, in Zukunft auch ohne Auslandsanamnese zu wichtigen Differenzialdiagnosen werden. Im Folgenden werden wichtige VBD vorgestellt, wobei der Fokus auf die international für die Kindergesundheit besonders bedeutenden Erreger gelegt wurde. Ergänzt wird die Darstellung um VBD, die bereits in Deutschland verbreitet sind.
Fallbeispiel
Eine 3 Jahre alte Patientin wird von ihrer Mutter in der Kindernotaufnahme vorgestellt. Sie habe seit 2 Tagen eine fieberhafte Infektion bis über 40 °C Körpertemperatur. Erbrechen oder Durchfall bestünden nicht. Ein Hautauschlag wurde ebenfalls nicht beobachtet. Die Patientin ist eine Reiserückkehrerin aus Singapur und nach einem einwöchigen Urlaubsaufenthalt vor 4 Tagen zurückgekehrt. Dort wurde sie mehrfach von Moskitos gestochen.
Die Patientin habe keine Vorerkrankungen, keine Voroperationen, keine Allergien und nehme keine Dauermedikation ein. Die Impfungen seien entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) durchgeführt worden. In der Familie gäbe es sonst keine Infektionen.
Untersuchungsbefund: 3 Jahre alte Patientin in leicht beeinträchtigtem Allgemein- und eutrophem Ernährungszustand, Bewusstsein ungetrübt. Haut: Turgor gut, kein Exanthem, keine Petechien, rosiges Hautkolorit, multiple aufgekratzte Moskitostiche am Unterschenkel. Die Hals-Nasen-Ohren- und die internistische Untersuchung ergeben einen unauffälligem Befund ohne Hinweise auf einen Infektionsherd. Neurologische Befunde: kein Meningismus, kein Hirnnervenausfall.
Aufgrund der Anamnese einer fieberhaften Infektion nach Auslandaufenthalt wurde differenzialdiagnostisch eine arbovirale Infektion in Betracht gezogen. Singapur ist kein Malariaendemiegebiet, jedoch sind verschiedene Arboviren wie Zika‑, Dengue- und Chikungunya-Viren prävalent. Ein veranlasster „Nonstructural-protein-1“(NS1)-Antigen-Test fiel positiv aus. Daher wurde die Diagnose Dengue-Fieber gestellt. Anhaltspunkte für einen schweren Verlauf ergaben sich nicht. Der serologische Nachweis von Immunglobulin-M(IgM)-Antikörpern gegen das Dengue-Virus gelang im Verlauf ebenfalls. Nach einer initialen stationären Beobachtung ohne Auftreten von Warnzeichen für eine schwere Dengue-Infektion wurden engmaschige Verlaufskontrollen beim Kinderarzt bis 48 h nach der Entfieberung vereinbart.
Parasitäre vektorübertragenen Erkrankungen
Die Gruppe der parasitären VBD umfasst diverse Krankheitserreger mit teilweise herausragender Bedeutung für die internationale Kindergesundheit. Die mit Abstand bedeutendste parasitäre VBD ist die Malaria. Allerdings sind auch zahlreiche weitere Erkrankungen wie die Schistosomiasis, die Leishmaniose oder die Chagas-Krankheit in verschiedenen Weltregionen von immenser Bedeutung.
In Deutschland sind insbesondere Kenntnisse der Malaria erforderlich, da die Erkrankung bei Reiserückkehrern eine wichtige Differenzialdiagnose darstellt.
Malaria
Erkrankung, Erreger und epidemiologische Aspekte
Malaria ist mit ca. 200 Mio. Fällen jährlich eine der bedeutendsten Infektionskrankheiten weltweit. Sie wird durch verschiedene Plasmodium-Parasiten verursacht und hauptsächlich durch den Stich weiblicher Anopheles-Mücken
weiblicher Anopheles-Mücken
übertragen. Die am häufigsten nachgewiesenen Spezies sind Plasmodium falciparum und Plasmodium vivax. Kinder sind besonders anfällig für die schwerwiegenden Auswirkungen dieser Krankheit, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist [13, 14]. Insbesondere Infektionen mit Plasmodium falciparum können zu schweren Krankheitsverläufen führen und sind mit einer hohen Letalitäthohen Letalität
verbunden.Anhand von klinischen und laborchemischen Befunden lässt sich die Malaria in eine unkomplizierte und eine schwere Verlaufsform einteilen.
Die Symptome einer unkomplizierten Malaria sind sehr unspezifisch und können Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Husten und Durchfall umfassen.
Als schwer ist eine Malaria anzusehen, wenn Hinweise auf ein Organversagen oder eine Hyperparasitämie bestehen. Die häufigsten Manifestationen einer schweren Malaria
schweren Malaria
im Kindesalter sind die zerebrale Malaria mit Vilgilanzstörungen, Koma oder Krampfanfällen, Stoffwechselentgleisungen wie eine metabolische Acidose oder Hypoglykämien sowie schwere Anämien [15]. Aufgrund des hohen Risikos einer schweren Verlaufsform sollte die Behandlung bei Infektionen mit Plasmodium falciparum oder Plasmodium knowlesi immer stationär erfolgen [16].Merke
Insbesondere Infektionen mit Plasmodium falciparum können zu schweren Krankheitsverläufen führen und sind mit einer hohen Letalität verbunden.
Diagnose, Therapie und Prophylaxe
Bei Verdacht auf eine Malaria ist eine umgehende Diagnostik mit Identifikation der verursachenden Spezies erforderlich, um eine adäquate Behandlung einzuleiten. Die wichtigste Methode zur Diagnose von Malaria ist die mikroskopische Untersuchung
mikroskopische Untersuchung
eines Blutausstrichs und des „Dicken Tropfens“„Dicken Tropfens“
. Im Gegensatz zum normalen Blutausstrich liegen beim Dicken Tropfen die Erythrozyten in vielen Schichten übereinander, sodass die Erregerdichte erhöht ist. Allerdings kann die Bestimmung der Spezies erschwert sein. Auch Schnellteste sind verfügbar, die eine schnelle qualitative Bestimmung von Plasmodium-Antigenen im Blut ermöglichen, die mikroskopische Diagnostik jedoch nicht ersetzen [17, 18].Die medikamentöse Therapie der Malaria richtet sich nach der Plasmodium-Spezies und der klinischen Verlaufsform. Für die Behandlung der unkomplizierten Malaria stehen die Kombinationspräparate Artemether plus Lumefantrin, Dihydroartemisinin plus Piperaquin und Atovaquon plus Proguanil zur Verfügung. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 3 Tage. Eine i.v.-Artesunat-Behandlung über 3 Tage ist die Therapie der Wahl der komplizierten Malaria. An diese schließt sich eine orale Anschlusstherapie entsprechend der Behandlung der unkomplizierten Malaria an.
Zu beachten ist, dass bei Infektionen mit Plasmodium vivax oder Plasmodium ovale zusätzlich eine Behandlung mit Primaquin
Primaquin
zur RezidivprophylaxeRezidivprophylaxe
erforderlich ist [16].Aufgrund der Schwere der Erkrankung sind präventive Maßnahmen von großer Bedeutung. Fundamentale Säule ist eine konsequente Expositionsprophylaxe
konsequente Expositionsprophylaxe
, die das Tragen von imprägnierter Kleidung, die Anwendung von Insektenrepellents sowie den Einsatz von Fenstergittern und imprägnierten Moskitonetzen umfasst. Zusätzlich kann eine ChemoprophylaxeChemoprophylaxe
bei Reisen in Malariagebiete mit hohem Übertragungsrisiko angewendet werden. Dafür stehen im Kindesalter vorrangig Atovaquon plus Proguanil und Doxycyclin zur Verfügung. Die konkrete Empfehlung zur Art der Chemoprophylaxe muss neben dem Reiseziel auch die Reisedauer, den Reisestil und weitere individuelle Faktoren berücksichtigen und sollte stets im Rahmen einer reisemedizinischen Beratungreisemedizinischen Beratung
erfolgen [19].Bei Kindern und Jugendlichen mit Fieber unklarer Genese, die sich innerhalb der letzten 4 Monate in einem Malariaendemiegebiet aufgehalten haben, muss eine Malaria immer ausgeschlossen werden. Hierbei handelt es sich um eine Notfalldiagnostik
Notfalldiagnostik
, deren Ergebnis innerhalb weniger Stunden vorliegen muss. Bei weiterhin bestehendem Verdacht muss die Malariatestung zum sicheren Ausschluss nach 12–24 h zumindest einmalig wiederholt werden. Eine entsprechende Diagnostik ist auch bei eingenommener Chemoprophylaxe bei einer mit Malaria vereinbaren Symptomatik zu veranlassen [20, 21].Merke
Bei Kindern und Jugendlichen mit Fieber unklarer Genese, die sich innerhalb der letzten 4 Monate in einem Malariaendemiegebiet aufgehalten haben, muss eine Malaria immer ausgeschlossen werden.
Aktuelle Trends
Malaria stellt weiterhin eine der größten Herausforderungen der internationalen Kindergesundheit dar. Durch klimatische Veränderungen ist eine weitere Ausbreitung der Malaria zu erwarten, wobei sich der globale Temperaturanstieg voraussichtlich am stärksten in Afrika
Afrika
auswirken wird [22].Fortschritte in der Impfstoffentwicklung bieten Hoffnung auf eine wirksame Prävention. Im Oktober 2021 empfahl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Verwendung des Malariaimpfstoffs
Malariaimpfstoffs
RTS,S/AS01 zur Vorbeugung von Plasmodium-falciparum-Malaria bei Kindern, die in Regionen mit mäßiger bis hoher Malariaübertragung leben. Die Empfehlung folgte auf die Pilotimplementierung des Impfstoffs in Ghana, Kenia und Malawi, die mit einer 30 %igen Verringerung der Krankenhauseinweisungen mit schwerer Malaria verbunden war [23]. Der Impfstoff bietet jedoch keine umfassende sterile Immunität und beeinträchtigt nicht die Infektiosität der Übertragungsstadien von Plasmodien [24].Virale vektorübertragene Erkrankungen
In Deutschland ist die als Frühsommer-Meningoenzephalitis bezeichnete Form der „tick-borne encephalitis“ (TBE) endemisch. International ist das Dengue-Fieber von größter Bedeutung. Zahlreiche weitere arbovirale Erkrankungen zeigen im Rahmen der sich ändernden klimatischen Bedingungen eine zunehmende Verbreitung und nehmen rasant an Bedeutung zu. Insgesamt sind die viralen vektorübertragenen Erkrankungen mit großer Aufmerksamkeit zu betrachten, da diese zu globalen Ausbrüchen wie der Zikavirusepidemie
Zikavirusepidemie
im Jahr 2015 führen können.Merke
Es besteht nach § 7, Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) eine Meldepflicht für den direkten oder indirekten Erregernachweis von arboviralen Infektionen.
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und verwandte Virusenzephalitiden („tick-borne encephalitis“)
Erkrankung, Erreger und epidemiologische Aspekte
Das Tick-borne-encephalitis-Virus (TBEV) ist ein Flavivirus
Flavivirus
, von dem 3 wesentliche Subtypen – der europäische (TBEV-Eu), der sibirische (TBEV-Sib) und der fernöstliche (TBEV-FE) – beschrieben sind. Tick-borne-encephalitis-Virus (TBEV) ist der englische Überbegriff für alle Virussubtypen; der deutsche Begriff Frühsommer-MeningoenzephalitisFrühsommer-Meningoenzephalitis
(FSME) bezeichnet die Erkrankung mit dem europäischen Subtyp [25].In Europa werden TBEV durch Ixodes-ricinus-Zecken übertragen. Risikogebiete liegen v. a. in Mittel- und Osteuropa sowie im Baltikum und in Skandinavien. Neben der Übertragung durch Zecken
Zecken
können TBEV auch durch den Verzehr von infizierter Milchinfizierter Milch
und Milchprodukten (hauptsächlich rohe Ziegenschafsmilch, selten Kuhmilch) auf den Menschen übertragen werden [25, 26].Circa 95 % der TBEV-Infektionen in Europa treten von Mai bis November mit einem Höhepunkt zwischen Juni und August auf Die mittlere Inkubationszeit beträgt normalerweise 2 Wochen, bei einer lebensmittelbedingten Infektion in der Regel nur 3 bis 4 Tage [26].
In den meisten Fällen ist eine TEBV-Infektion asymptomatisch. Bei einer symptomatischen Infektion verläuft die Erkrankung meist biphasisch und beginnt mit grippeähnlichen Symptomen
grippeähnlichen Symptomen
, auf die nach einem symptomfreien Intervall neurologische Symptomeneurologische Symptome
folgen können. Die häufigsten enzephalitischen Symptome sind Tremor, Ataxie, Bewusstseinsstörungen wie Somnolenz, Apathie oder Verwirrung. Auch Hirnnervenausfälle können beobachtet werden. Selbst beim Auftreten von neurologischen Symptomen ist der Verlauf der Erkrankung in der Mehrzahl der Fälle günstig. Im Allgemeinen bilden sich Symptome in weniger als 6 Monaten vollständig zurück.Diagnose und Therapie und Prophylaxe
Der Nachweis einer TEBV-Infektion gelingt im Wesentlichen durch die Detektion von Tick-borne-encephalitis-Virus-Antikörpern
Tick-borne-encephalitis-Virus-Antikörpern
im Blut und/oder im Liquor. Da wie bei vielen anderen Flavivirus-Infektionen auch bei einer TEBV-Infektion die virämische Phase sehr kurz ist und der neurologischen Phase vorausgeht, wird virale RNA in Blut- und/oder Liquorproben selten nachgewiesen [27].Eine spezielle Therapie steht nicht zur Verfügung; es erfolgt die rein symptomatische Behandlung
symptomatische Behandlung
. Zur Prophylaxe stehen in Europa 2 Impfstoffe zur Verfügung; diese sind in ihren pädiatrischen Formulierungen für Kinder ab einem Jahr zugelassen. Die STIKO empfiehlt die Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten zeckenexponiert sind, und veröffentlicht regelmäßige Listen der Risikogebiete in Deutschland [28].Aktuelle Trends
Eine weitere Verbreitung von TEBV-Infektion durch den Klimawandel ist zu erwarten. Modelle zeigen eine Ausbreitung insbesondere dort, wo im Sommer Niederschlag und Temperatur hoch sind und im Winter wenige Frosttage auftreten [29]. Vor diesem Hintergrund könnte sich der Lebensraum von Ixodes-ricinus-Zecken v. a. in Nord- und Osteuropa ausdehnen. Eine Ausbreitung in höhere Lagen wurde in Zentraleuropa beispielsweise in der Tschechischen Republik
Tschechischen Republik
beobachtet [30]. Zudem werden regelmäßig erste TBE-Fälle aus Ländern gemeldet, die bisher als FSME-frei galten, z. B. GroßbritannienGroßbritannien
oder den NiederlandenNiederlanden
im Jahr 2019 [29].Dengue-Fieber
Erkrankung, Erreger und epidemiologische Aspekte
Dengue-Fieber ist die häufigste arbovirale Erkrankung
arbovirale Erkrankung
weltweit und wird durch eines von 4 eng verwandten Dengue-Viren (DENV 1–4) verursacht. Vektoren stellen verschiedene Aedes-Mücken dar, insbesondere Aedes albopictus und Aedes aegypti. Generell sind insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vom Dengue-Fieber betroffen (s. Fallbeispiel; [31]).Die meisten DENV-Infektionen sind asymptomatisch (ca. 75 %) oder verursachen nur eine leichte fieberhafte Erkrankung mit unspezifischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Myalgien oder Arthralgien. Bei bis zu 5 % aller Patienten nimmt die Erkrankung einen schweren Verlauf. Schweres Dengue-Fieber ist gekennzeichnet durch ein Kapillarlecksyndrom
Kapillarlecksyndrom
, das durch extravasale Flüssigkeitsansammlung zu Schock, Koagulopathie und Endorganschädigung führt [31, 32].Warnzeichen
Warnzeichen
für ein Fortschreiten zu schweren Verläufen des Dengue-Fiebers stellen u. a. anhaltendes Erbrechen, Ödeme, Schleimhautblutungen, Lethargie oder Unruhe, eine Lebervergrößerung > 2 cm und ein steigender Hämatokritwert bei gleichzeitiger rascher Abnahme der Thrombozytenzahl dar [31].Cave
Beim Fortschreiten zu einer schweren Dengue-Infektion kann es innerhalb von wenigen Stunden zu lebensbedrohlichen Blutungen oder einem Kreislaufversagen kommen.
Diagnose, Therapie und Prophylaxe
Der Nachweis einer DENV-Infektion gelingt mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion
Polymerase-Kettenreaktion
(PCR) oder des NS1-Antigen-Tests in der akuten virämischen Phasevirämischen Phase
in den ersten 5 bis 7 Tagen der Erkrankung. Serologische Untersuchungen sind aufgrund von Kreuzreaktionen mit anderen Flaviviren nur eingeschränkt einsetzbar [32].Derzeit ist keine spezifische antivirale Therapie verfügbar; die Behandlung erfolgt rein symptomatisch. Bei schweren Verläufen ist die rasche Einleitung einer systematischen intravenösen Flüssigkeitsbehandlung
intravenösen Flüssigkeitsbehandlung
zur Wiederherstellung der intravasalen Volumenhomöostase und zur Vermeidung damit verbundener Komplikationen entscheidend [33].Aktuelle Trends
Die weltweite Inzidenz hat sich in den letzten 3 Jahrzehnten fast verdoppelt und wird voraussichtlich in Asien, Afrika und Lateinamerika weiter zunehmen.
Seit einigen Jahren stehen auch Impfstoffe gegen DENV zur Verfügung, wobei diese derzeit nur mit Einschränkungen eingesetzt werden. Seit März 2023 ist ein tetravalenter attenuierter Lebendimpfstoff in Deutschland verfügbar. Die STIKO empfiehlt die Impfung derzeit allerdings nur vor Reisen in Dengue-Endemiegebiete mit erhöhtem Expositionsrisiko (z. B. längerer Aufenthalt, aktuelles Ausbruchsgeschehen) für Personen ab 4 Jahren, die anamnestisch eine laborbestätigte Dengue-Infektion durchgemacht haben [34]. Ist eine Impfung indiziert, sollte die vollständige Grundimmunisierung, bestehend aus 2 Impfstoffdosen im Abstand von 3 Monaten, vor der Ausreise abgeschlossen sein.
Chikungunya
Erkrankung, Erreger und epidemiologische Aspekte
Das Chikungunya-Virus (CHIKV, Gattung: Alphavirus) konnte mittlerweile in mehr als 110 Ländern weltweit nachgewiesen werden. Die höchsten Inzidenzen werden aus Südamerika, Indien und Südostasien berichtet.
Eine Infektion lässt sich klinisch in 3 Stadien unterteilen. Eine akute, febrile Phase (bis 21 Tage nach Infektion), wobei begleitende Polyarthralgien
Polyarthralgien
bei 90 % der Patienten ein typisches Symptom sind. Die Arthralgien können grundsätzlich jedes Gelenk betreffen, am häufigsten jedoch die kleinen distalen Gelenke [35]. In der subakuten Phase (21 Tage bis 3 Monate) können Polyarthralgie, TenosynovitisTenosynovitis
und ÖdemeÖdeme
auftreten sowie in der chronischen Phase (> 3 Monate) Polyarthralgie und gelegentlich neuropathische Schmerzen. Auch neuroinvasive Verlaufsformenneuroinvasive Verlaufsformen
bei Kindern wurden berichtet, z. B. das Auftreten eines Guillain-Barré-Syndroms, Schlaganfälle oder neurologische Folgeschäden [36, 37].Im Rahmen großer Ausbruchsgeschehen wie z. B. auf La Réunion (2006) oder Kolumbien (2013–2015) konnte eine Reihe an vertikalen Transmissionen
vertikalen Transmissionen
nachgewiesenen werden [38]. Die betroffenen Neugeborenen litten neben den oben genannten Symptomen u. a. an Apnoen, Krampfanfällen, nekrotisierender Enterokolitis, kardialer Beteiligung und bullöser Dermatitis [39].Diagnose und Therapie
Je nach klinischem Stadium sollte eine differenzierte Diagnostik
differenzierte Diagnostik
zum Erregernachweis angestrebt werden. Bis zu 7 Tage nach Symptombeginn können eine Chikungunya-Virus-PCR im Blut durchgeführt oder IgM aus Urin bestimmt werden. Ab Tag 6 ist ein serologischer Nachweis von Chikungunya-Virus-IgM- und Chikungunya-Virus-IgG-Antikörpern indiziert.Eine kausale antivirale Therapie gegen Chikungunya existiert nicht, daher wird eine symptomatische Therapie empfohlen.
Aktuelle Trends
In den letzten Jahrzehnten verbreitete sich Chikungunya zunehmend in Subsahara-Afrika, dem Pazifik und Südostasien und verursachte große Ausbruchsgeschehen. In den letzten Jahren stammen die meisten berichteten Fälle aus Mittel- und Südamerika sowie den karibischen Inseln [40]. In Deutschland sind bis dato keine autochthonen Fälle detektiert worden. Im Jahr 2007 kam es jedoch zu einem Ausbruch in Oberitalien [41]. Im Mai 2024 empfahl die European Medicines Agency (EMA), einen attenuierten Lebendimpfstoff
attenuierten Lebendimpfstoff
für Erwachsene zuzulassen [42].Japanische Enzephalitis
Erkrankung, Erreger und epidemiologische Aspekte
Die Japanische Enzephalitis (JE) wird durch das Japanische Enzephalitis-Virus (JEV) verursacht, das durch Mücken, insbesondere Culex tritaeniorhynchus
Culex tritaeniorhynchus
und Culex vishnuiCulex vishnui
, übertragen wird. Das JEV ist in Asien und dem westlichen Pazifik verbreitet; als Virusreservoir dienen Wirbeltiere wie Schweine und Vögel. Die namensgebende Verlaufsform einer akuten Enzephalitis tritt nur bei unter 1 % der infizierten Personen auf, wobei diese von milden Symptomen bis zu fatalen Verläufen reichen kann. Von einer symptomatischen JE erholt sich rund ein Drittel der Patient*innen vollständig, ein Drittel behält ein neurologisches Defizit, und ein Drittel stirbt an der Erkrankung [43]. Die JE führt aufgrund der häufigen neurologischen Folgeschädenneurologischen Folgeschäden
gemessen in „disability-adjusted life years“ unter allen viralen VBD zum größten Verlust von Lebensjahren bei guter Gesundheit [44]. Die Inkubationszeit beträgt 4 bis 14 Tage.Diagnose, Therapie und Prophylaxe
Laut WHO sind bei Kindern besonders gastrointestinale Symptome
gastrointestinale Symptome
die wichtigsten ersten Symptome [45]. Die Diagnose kann mithilfe des Nachweises von virusspezifischen IgM-Antikörpern im Serum oder im Liquor gestellt werden. Aufgrund von falsch-positiven Ergebnissen durch eine vorherige Infektion oder Impfungen wird Liquor bevorzugt. Ebenfalls möglich sind PCR-Tests.Eine antivirale Therapie ist bisher nicht möglich; eine Infektion wird symptomatisch behandelt [43]. Zur Immunisierung wurden bisher 4 verschiedene Impfstoffe entwickelt. Der weltweit am häufigsten verwendete und in Deutschland zugelassene Impfstoff für die Indikationsimpfung ist ein inaktivierter Impfstoff
inaktivierter Impfstoff
, der den JEV-Stamm SA14-14‑2 enthält [46].Aktuelle Trends
Bisher ist das JEV im Wesentlichen auf Asien und den westlichen Pazifik beschränkt; eine globale Ausbreitung
globale Ausbreitung
ist denkbar. Allerdings leben aufgrund des starken Bevölkerungswachstums der letzten Jahrzehnte bereits heute über 3 Mrd. Menschen in Ländern, in denen JEV-Infektionen vorkommen.Neben den großen gesundheitlichen Herausforderungen in Asien wird zusätzlich eine weitere globale Ausbreitung beobachtet. Im Jahr 2016 wurde eine autochthone JEV-Infektion aus Angola
Angola
gemeldet [47]. Seit 2022 werden außerdem zunehmend Fälle aus AustralienAustralien
berichtet, wobei hier auch Klimaphänomene als mitverantwortlich für die Ausbreitung betrachtet werden [48].West-Nil-Fieber
Erkrankung, Erreger und epidemiologische Aspekte
Das West-Nil-Virus (WNV) gehört zu den Flaviviren, wird in die Subtypen 1 und 2 eingeteilt und hauptsächlich durch die in Europa weit verbreitete Stechmücke Culex pipiens
Culex pipiens
übertragen. Der Erreger wurde durch Zugvögel eingeschleppt und ist in vielen Ländern Südeuropas und mittlerweile sogar in Ostdeutschland endemisch.Circa 75–80 % der Infektionen sind asymptomatisch. Nach ca. 2 bis 14 Tagen Inkubationszeit entwickeln die symptomatischen Patienten häufig akutes Fieber, Müdigkeit, Myalgien, Arthralgien sowie ein makulopapulöses Exanthem mit Aussparung der Hand- und Fußflächen. Gefürchtet sind neuroinvasive Verlaufsformen, wie die West Nile Neuroinvasive Disease (WNND), von denen ca. 10 % tödlich verlaufen. Eine WNND entwickeln ca. 1–2 % der infizierten Patienten, wobei Kinder zu einer meningitischen Verlaufsform
meningitischen Verlaufsform
neigen. Es wurden jedoch auch enzephalitische Verlaufsformen und akute schlaffe Lähmungen berichtet [49].Diagnose, Therapie und Prophylaxe
Das WNV lässt sich ca. 3 bis 7 Tage nach Symptombeginn mithilfe der PCR aus Blut nachweisen, im Urin bleibt die Virus-RNA sogar über eine Woche nachweisbar. Bei V.a. eine WNND sollte in jedem Fall ein Virusnachweis (ggf. aus Liquor) angestrebt werden.
Eine Antikörpertestung ist ca. ab dem 5. bis 7. Tag nach Symptombeginn sinnvoll, diese ist auch aus dem Liquor möglich. Die serologische Kreuzreaktivität
serologische Kreuzreaktivität
mit anderen Flaviviren sollte bei der Auswertung immer berücksichtigt werden.Die Behandlung von WNV-Infektionen oder einer WNND erfolgt rein symptomatisch; spezifische antivirale Therapien stehen nicht zur Verfügung.
Aktuelle Trends
In Europa zirkuliert das WNV seit den 1950er-Jahren. Hohe Sommertemperaturen und Verfügbarkeit von Feuchtgebieten begünstigten die zunehmende Ausbreitung in der östlichen Mittelmeerregion, und auf dem Balkan 2019 kam es zu den ersten autochthonen Infektionen in Ostdeutschland. Seitdem werden jährlich zwischen 4 und 22 Fälle aus den Neuen Bundesländern
Neuen Bundesländern
und BerlinBerlin
berichtet. Der große Anteil an asymptomatischen Formen lässt auf eine hohe Dunkelzifferhohe Dunkelziffer
schließen [50, 51]. Es ist davon auszugehen, dass sich das WNV weiter in Deutschland ausbreiten wird und v. a. in den Sommermonaten zu Ausbrüchen führen kann. Aktuelle Ausbruchstrends können wöchentlich auf der Website des European Centre for Disease Prevention and Control aufgerufen werden (ECDC, [52]).Cave
Da autochthone WNV-Infektionen in Deutschland vorkommen, ist das West-Nil-Fieber – insbesondere bei meningitischen Beschwerden – auch ohne vorangegangene Auslandsreise als Differenzialdiagnose zu berücksichtigen.
Zikavirusinfektion
Das Zikavirus (ZIKV) wird v. a. von Mücken der Spezies Aedes aegypti übertragen, die Vektorkapazität von Aedes albopictus ist Gegenstand aktueller Untersuchungen [53].
Die ZIKV-Infektionen sind in der Mehrzahl der Fälle asymptomatisch (ca. 70–80 %) oder als leichte und selbstlimitierende Allgemeinerkrankung
selbstlimitierende Allgemeinerkrankung
. Die häufigsten Symptome sind Hautausschlag, Fieber, Arthralgien, Myalgien, Kopfschmerzen und Konjunktivitis. Diese werden nach einer Inkubationszeit von 3 bis 10 Tagen beobachtet [54]. Die Therapie erfolgt rein symptomatisch; eine spezifische antivirale Therapie ist nicht verfügbar.Von größerer Bedeutung ist die vertikale Übertragung auf den Fetus im Rahmen einer ZIKV-Infektion während der Schwangerschaft. Neben einer Mikrozephalie
Mikrozephalie
kann eine fetale Zikavirusinfektionfetale Zikavirusinfektion
zu Fehlgeburten, diversen schweren Entwicklungsstörungen des Zentralnervensystems (ZNS), intrazerebralen Verkalkungen sowie Augen- und Hörschädigungen führen [53, 55].Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, wird von Reisen in ZIKV-endemische Gebiete abgeraten. Aufgrund der möglichen sexuellen Übertragung
sexuellen Übertragung
des ZIKV wird Paaren mit individueller oder gemeinsamer Reiseanamnese in ein ZIKV-Gebiet geraten, nach der Rückkehr aus einem ZIKV-endemischem Gebiet mindestens 3 Monate mit einer Schwangerschaft zu warten [56].Aktuelle Trends
Erstmals erlangte das ZIKV erhöhte Aufmerksamkeit, als Epidemien in Mikronesien und Französisch-Polynesien 2007 und 2013 beobachtet wurden [57]. Ab dem Frühjahr 2015 kam es, von Brasilien, ausgehend zu einer massiven Ausbreitung des Erregers über Süd- und Mittelamerika bis in den Süden der USA. Im Rahmen der Epidemie waren zahlreiche importierte Fällen auch in Deutschland und anderen europäischen Länder zu verzeichnen. Während die Erkrankungszahlen in Süd- und Mittelamerika seitdem deutlich zurückgegangen sind, werden beispielsweise in Thailand
Thailand
derzeit wieder vermehrt Fälle beobachtet [58].Fazit für die Praxis
Vektorübertragene Krankheiten (VBD) stellen ein essenzielles globales Gesundheitsproblem dar. Einzelne VBD wie Malaria oder das Dengue-Fieber zählen zu den bedeutendsten Infektionserkrankungen im Kindesalter. Insgesamt ist durch die klimatischen Veränderungen bereits eine Ausbreitung der Erkrankungen zu beobachten.
Insbesondere zahlreiche arbovirale Infektionen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich ausgebreitet und treten mittlerweile auch als autochthone Infektionen in Europa auf. Umso relevanter sind präventive Strategien, die Moskitokontrolle, individueller Moskitoschutz, die Immunisierung von Reservoirwirten sowie die Impfung von Menschen in gefährdeten Gebieten umfassen.
Der Klimawandel und die mit ihm verbundene Ausbreitung von VBD stellen eine der herausragenden Herausforderungen der internationalen Kindergesundheit in den kommenden Jahren dar.
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Autorinnen und Autoren
S. Gehring: A. Finanzielle Interessen: Forschungsförderung zur persönlichen Verfügung: Antragsteller für EKFS-Förderungen im Rahmen des Programms Klinikpartnerschaften (Global und Academic) für Projekte in Nepal, Kolumbien, Tansania. – Reisekostenerstattung und Honorar: IIK 2024. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Angestellter Oberarzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsmedizin Mainz | Mitgliedschaften: DGKJ, GTP, DGPI, GPGE. K. Ruppert: A. Finanzielle Interessen: K. Ruppert gibt an, dass kein finanzieller Interessenkonflikt besteht. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Assistenzärztin in Weiterbildung Pädiatrie Universitätsmedizin Mainz. Aktuell Fremdjahr KJPP in Zürich, PUK | Mitgliedschaft: DGKJ. B. Gröndahl: A. Finanzielle Interessen: B. Gröndahl gibt an, dass kein finanzieller Interessenkonflikt besteht. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Wissenschaftliche Angestellte in Universitätsmedizin Mainz. P. Calderón-Ruiz: A. Finanzielle Interessen: P. Calderón-Ruiz gibt an, dass kein finanzieller Interessenkonflikt besteht. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Wissenschaftliche Angestellte in Universitätsmedizin Mainz. P. Koliopoulos: A. Finanzielle Interessen: Mitantragssteller einer beförderten Klinikpartnerschaft „Academia Line“ seit Oktober 2023 zum Thema Moskito-übertragbare Erkrankungen in Mwanza, Tanzania. Erhalt von Bezuschussung für PCR und andere Testgeräte für das Partnerschaft-Projekt. – Honorar- und Reisekostenerstattung als Referent für den Infektiologischen Intensivkurs (iik) 2024 in Worms. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Angestellter Arzt in Weiterbildung für Kinder- und Jugendmedizin in der Universitätsmedizin Mainz | Mitgliedschaften: DGKJ, GTP, GLOHRA-Netzwerk. C. Jensen: A. Finanzielle Interessen: Mitantragssteller einer beförderten Klinikpartnerschaft „Global Line“ der Else Kröner-Fresenius-Stiftung seit 2019 zur Untersuchung von Eosinophilie unklarer Genese bei Kindern in Nepal. Erhalt von Bezuschussung für die Durchführung einer klinischen Studie, inkl. Labormaterialien im Rahmen der Klinikpartnerschaft. – Kostenerstattung als Referent für Point-of-care-Ultraschall im Kindesalter im Rahmen von Ultraschallkursen der Gesellschaft für Tropenpädiatrie & Internationale Kindergesundheit (GTP) e. V. in Dhulikhel, Nepal 2022, 2023 und 2024, sowie Bhutan 2024. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Angestellter Facharzt für Kinderheilkunde, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsmedizin Mainz, Mainz | Mitgliedschaften: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ), Gesellschaft für Tropenpädiatrie & Internationale Kindergesundheit (GTP) e. V., Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e. V. (DGPI), Marburger Bund e. V. M. Günther: A. Finanzielle Interessen: Forschungsförderung zur persönlichen Verfügung: Studienstiftung des deutschen Volkes. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Assistenzarzt im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz.
Wissenschaftliche Leitung
Die vollständige Erklärung zum Interessenkonflikt der Wissenschaftlichen Leitung finden Sie am Kurs der zertifizierten Fortbildung auf www.springermedizin.de/cme.
Der Verlag
erklärt, dass für die Publikation dieser CME-Fortbildung keine Sponsorengelder an den Verlag fließen.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Hinweis des Verlags
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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