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Abstract
Da im Zuge des Historismus die Andersheit des zeitlich und kulturellFernen eher überbe- tont wird, soll hier als Gegengewicht auch dem übergeschichtlichGleichbleibenden in der Literatur zu seinem Recht verholfen werden. Nach einemÜberblick über Ursprünge und Auswirkungen des historisierendenDenkens werden drei Argumente gegen den extremen Historismus vorgebracht,dem gegenüber einer Dialektik von Alterität und Identität dasWort geredet wird, indem vier verschiedene Formen dieses Ineinanders vorgestelltwerden. Konkret wird aufgezeigt, wie bestimmte, geschichtlich je verschiedenbetonte literarästhetische Forderungen sowie geschichtlich variierendeliterarische Mittel auf fünf übergeschichtliche Arten des Ästhetischenzurückgeführt werden können und wie selbst diese Zwecke selberim Laufe der Geschichte verschiedene Hierarchisierungen erfahren.[PUBLICATION ABSTRACT]





