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Abstract
Die Modalpartikeln sind wichtige Elemente der deutschen Sprache und kommen überwiegend in der gesprochenen Sprache vor. Um mit den deutschen Muttersprachlern effektiv zu kommunizieren ist es nicht ausreichend, nur über Grammatik-und Wortschatzkenntnisse zu verfügen. Denn anhand der Modalpartikeln drückt der Sprecher gleichzeitig seine Einstellungen zum Gesagten aus. Ein Deutschlerner kann natürlich auch ohne die Beherrschung der Modalpartikeln kommunizieren, aber dann kann er manche Nuancen nicht verstehen und sie auch nicht ausdrücken. Deshalb würde es förderlich sein, die Modalpartikeln als Lernziel in die Lehrveranstaltung ‘Konversation’ miteinzubeziehen. Aber aufgrund ihrer Komplexität und Bedeutungsvielfalt werden sie meistens in den Lehrveranstaltungen vernachlässigt und nicht thematisiert. Die Angaben zu den Bedeutungen der Modalpartikeln sind selbst in den Lehrwerken mangelhaft.
Die Modalpartikeln sind erst ab den 60er Jahren intensiv untersucht worden. Sie sind zuerst in den Arbeiten von Krivonosov (1963) und vor allem von Weydt (1969) in den Vordergrund gekommen. Mit deren Veröffentlichungen begann dann die systematische Erforschung der Modalpartikeln. Die Modalpartikeln sind in vielerlei Hinsicht untersucht worden und es wurden auch zwar in der Fremdsprachendidaktik bis jetzt sämtliche Wege und Verfahren für die Bedeutungsvermittlung der Modalpartikeln vorgeschlagen, aber nur wenige von denen eignen sich für die Didaktisierung der Partikeln. Auch in der Türkei gibt es bisher keine exakten Forschungen über die Übungsmethoden, um die Modalpartikeln zu befestigen.
In dieser Studie haben wir uns nur auf die kommunikativ-pragmatische Funktion der Modalpartikeln beschränkt. Es wird versucht, die StudentInnen mit diesen Wörtern vertraut zu machen und sie dazu zu fördern, dass sie die Modalpartikeln in Alltagssituationen fehlerfrei verstehen und wenn auch beschränkt sie anwenden können.
Im theoretischen Teil dieser Studie sind die Merkmale und Funktionen der Modalpartikeln und deren Auftreten in verschiedenen Satztypen unter die Lupe genommen worden. Der empirische Teil soll Aufschluβ darüber geben, ob der Einsatz der Modalpartikeln in der Lehrveranstaltung ‘Konversation’ deren Erlernung möglich macht. In dieser Studie wurde die Quantitative Forschung bevorzugt und es sind zunächst 4 Hypothesen aufgestellt worden. Dazu wurde das Design Vor- und Nachtest mit der Kontrollgruppe angewendet. Es nahmen 35 Probanden an der Forschung teil, von denen 17 die Experimentalgruppe und 18 die Kontrollgruppe bildeten. Es folgte eine 8 wöchige Durchführungsphase mit der Experimentalgruppe, wo die Modalpartikeln intensiv behandelt und eingeübt worden sind. Nach dieser Phase wurde festgestellt, dass die Erklärungen und Übungen der Modalpartikeln ein positives Effekt gezeigt haben. Am Ende dieser Studie wurden die Ergebnisse der Hypothesen aufgezeigt und einige Vorschläge zur Behandlung der Modalpartikeln in der Lehrveranstaltung ‘Konversation’ gemacht.





