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Abstract
Banken unternehmen verstärkt Anstrengungen, geeignete Recovery-Rate-Prognosemodelle zu entwickeln beziehungsweise vorhandene zu verbessern. Dies liegt an der großen Bedeutung der Recovery Rate für das Kreditrisikomanagement, die Konditionengestaltung und die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen. Obwohl die Besicherungsquote als besonders bedeutend für diese Prognose angesehen wird, existieren nur wenige öffentlich zugängliche Studien, die die Verwertungserlöse der zugrunde liegenden Kreditsicherheiten analysieren. Dies ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit.
Es zeigt sich, dass die erzielten Verwertungserlöse im Durchschnitt deutlich unter den prognostizierten Werten liegen. Eine lange Dauer zwischen Ausfall des Kreditnehmers und dem Verwertungsbeginn der Sicherheit lassen die Quote sinken, während die Intensität der Geschäftsbeziehung und das makroökonomische Umfeld nur geringen Einfluss auf diese haben. Zudem differieren die Verhältnisse zwischen erzieltem und prognostiziertem Wert der verschiedenen Sicherheitenarten stark. Sicherheiten kleinerer Unternehmen weisen höhere Quoten auf. Ein Einfluss der 1999 in Kraft getretenen Insolvenzrechtsreform kann nicht nachgewiesen werden.





